8. Juli 2018 (Sonntag)

Zweiradmuseum Wybelsum und Knock (60 km)

Es war vor 14 Tagen die richtige Entscheidung, die Tour wegen Schlechtwetter zu verschieben. Heute gab es den ganzen Tag Sonnenschein bei angenehmen 21 Grad und der Himmel sah mit seinen kleinen Schönwetterwolken aus wie ein Ansichtskartenmotiv. Also (fast) perfektes Radfahrwetter. Die klitzekleine Einschränkung ist, dass der Wind mit Stärke 4 aus Nordwest blies und so auch mal von vorne kam. Aber darüber konnte zwar nicht jeder/jede, aber zumindest die Pedelecfahrer unter uns nur müde lächeln.

Die Spannung kam also nicht vom Wetter, sondern setzte schon ganz am Anfang der Tour am Norder Bahnhof ein. Wann würden die letzten Teilnehmer eintreffen? Der Zug fuhr um 8:47 Uhr. Um 8:40 Uhr waren wir noch nicht komplett. Wer fehlte und warum? Kommt er noch, kommt er nicht? Dann um 8:42 Uhr waren wir komplett! Gerade noch geschafft.

Und so starteten wir die Tour mit 23 Teilnehmern zunächst mit der Zugfahrt von Norden nach Emden. Der Nordwestwind gab dem Zug als Rückenwind noch etwas Schwung. In Emden angekommen, mussten wir zunächst mit zwei Aufzügen den Weg zum Ausgang meistern. Bei dem Schneckentempo der Aufzüge ein Geduldsspiel! Dann aber wurde losgeradelt. Schon nach 45 Minuten kamen wir beim Zweiradmuseum in Emden-Wybelsum an. Das Museum wird von Dinus Voss jr. privat geführt. Dinus Voss führte uns durchs Museum und hatte eine Menge Erläuterungen zu den Exponaten bereit. Es war hochinteressant zu sehen und zu hören, welche technischen Finessen es bei den Zweirädern schon in den vergangenen 200 Jahren gab. Manche technische Entwicklung oder Erfindung blieb stabil oder noch weiterentwickelt bis in die heutige Zeit, anderes verlief in einer Sackgasse. Es war ein toller Besuch bei Dinus Voss in seinem Museum. Kann man nur weiterempfehlen.

Der weitere Weg führte uns an der Deichlinie entlang zum Schöpfwerk Knock und weiter bis zum Schiffsanleger, dort wo die Gasanlandestation ist. Mit Blick auf die niederländische Seite haben wir hier eine kurze Pause eingelegt. Danach kam ein längeres Stück Wegstrecke, das in die Kategorie „Kann man fahren“ fällt. Mit anderen Worten: Holprig und unangenehm. Dank des Gegenwinds aus Nordwest konnte der Tourenleiter an der Spitze der Gruppe aber ein eventuell vorhandenes Gemeckere aus dem Peloton nicht hören. Es ging dann auch auf asphaltierter Strecke weiter bis zum Campingplatz am Trockenstrand in Upleward zur Mittagspause ab 13:30 Uhr in der dortigen Gaststätte.

Nachdem sich alle gut gestärkt hatten, fuhren wir noch ein kurzes Stück am Deich entlang und schwenkten dann ins Krummhörner Hinterland ein. Über Manslagt und Visquard erreichten wir mit einer weiteren kurzen Zwischenpause Greetsiel. Und wie der Zufall es so will, kamen wir mitten im Ort an einer Eisdiele vorbei. Wer hätte das gedacht? So eine große Portion Eis in der Waffel ist als Nachtisch zum Mittagessen nicht zu verachten. Schon gar nicht, wenn man zwischenzeitlich schon wieder einige Kilometer zurückgelegt hat.

Von hier aus ging es an der Leybucht entlang zurück nach Norden. Als wir am Ende des Altendeichswegs in den Schafweg einbogen, stoppte der Tourenleiter und beendete die Tour an dieser Stelle. Nun konnten sich die Teilnehmer in alle Himmelsrichtungen zerstreuen und auf direktem Weg nach Hause fahren. Es war 17:40 Uhr und wer noch (theoretisch) bis zum offiziellen Endpunkt der Tour an der Post fuhr, hatte dann genau 60 Kilometer auf dem Tacho.

Durch Klick auf das Symbol Leitet Herunterladen der Datei ein kann für die Strecke eine Datei für Navigationsgeräte im gpx-Format heruntergeladen werden.

Basiskarte: openstreetmap.de , outdoormaps.com , velomap.org

Streckenlänge: 60 km

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